Migration und Flucht: Wege in den Arbeitsmarkt
Aus dem einleitenden Teil: "Laut UNO lebten weltweit im Jahr 2024 rund 304 Millionen Menschen – etwa 3,7 Prozent der Weltbevölkerung – in einem Land, in dem sie nicht geboren wurden. In den 1990er-Jahren lag dieser Anteil noch bei rund 2,9 Prozent. Migration ist damit ein langfristiges Strukturmerkmal einer mittlerweile durch zahlreiche Friktionen gekennzeichneten Globalisierung im 21. Jahrhundert. Europa weist dabei zwar weltweit die höchste absolute Zahl an Migrant:innen auf, gefolgt von Nordamerika und der Region Nordafrika / Westasien. Jedoch entfällt ein erheblicher Teil des Zuzuges in Europa auf die Binnenmigration innerhalb der Europäischen Union. Diese unterscheidet sich strukturell deutlich von der Drittstaatsmigration und insbesondere von der Fluchtmigration. Für die Arbeitsmarktpolitik in Österreich ist Migration doppelt relevant, nämlich einerseits demographisch im Hinblick auf den Fachkräftebedarf, andererseits arbeitsmarktpolitisch, da unterschiedliche Zuwanderungsgruppen mit unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den heimischen Arbeitsmarkt eintreten. In diesem FokusInfo ordnet die Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger Migration zunächst allgemein ein und vertieft anschließend die Fluchtmigration mit Blick auf die Integration in den Arbeitsmarkt. (…)“