Aus dem einleitenden Teil: "Die österreichische Kreativwirtschaft ist ein Ökosystem der Vielfalt – geprägt von einer beeindruckenden Zahl an Kleinstbetrieben: 98 % der Unternehmen erwirtschaften weniger als 2 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, 69 % sogar weniger als 50.000 Euro, und 95 % bleiben unter 500.000 Euro. Diese kleinteilige Struktur steht für Flexibilität, Innovationskraft und die Fähigkeit, rasch auf neue Trends und Nischen zu reagieren. Sie ermöglicht es vielen Kreativen, ihre Ideen eigenständig und unabhängig umzusetzen und so die Vielfalt der Branche zu sichern. Doch diese Struktur bringt auch Herausforderungen mit sich: Viele Unternehmen stehen vor Fragen der Finanzierung, des Wachstums und der langfristigen Stabilität. Gerade deshalb braucht es gezielte Unterstützungsmaßnahmen und Förderprogramme, die auf die Bedürfnisse von Kleinstunternehmen zugeschnitten sind und ihnen helfen, ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Die Kreativwirtschaft Austria setzt sich dafür ein, dass die Kreativwirtschaft als Schlüsselressource für Innovation und Transformation anerkannt und gestärkt wird – national wie international. Dazu gehört auch die konsequente Integration in europäische Innovationsnetzwerke wie das EIT Culture & Creativity und die Schaffung moderner Rahmenbedingungen, die kreatives Unternehmertum fördern und die Sichtbarkeit der Branche erhöhen. Denn die Zukunft der Wirtschaft ist kreativ – und sie braucht starke, vielfältige und mutige Akteure. (…)«.
Publikations-Tipps aus der E-Library
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Produktionsarbeit in Österreich: Ein Ausblick auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Beschäftigung« – Sebastian Schlund von der TU Wien zur aktuellen Panelbefragung »Made in Austria: Produktionsarbeit in Österreich«
Weiterlesen zur Publikation Produktionsarbeit in Österreich: Ein Ausblick auf Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Beschäftigung« – Sebastian Schlund von der TU Wien zur aktuellen Panelbefragung »Made in Austria: Produktionsarbeit in Österreich«Aus dem einleitenden Teil: „(…) Die siebte Auflage der Panelbefragung »Made in Austria: Produktionsarbeit in Österreich« (Befragungsjahr: 2025) zeigt ein deutlich eingetrübtes Stimmungsbild in der heimischen Industrie. Während die Einschätzungen zur Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Produktionsstandorte auf ein Rekordtief fallen, bleibt die Selbsteinschätzung der Innovationskraft auf hohem Niveau. Was das für die potenzielle Entwicklung der Beschäftigungszahlen bedeutet und welche Details die Erhebung in Bezug auf Kreislaufwirtschaft liefert, bespricht die Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger (EVACON) mit Studienleiter Sebastian Schlund von der Technischen Universität Wien. (...)"
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Nachlese zum 3. Berufsbildungs-Jour-Fixe »Too expensive or too cheap? – Erträge und Kosten der Lehrlingsausbildung« am 14. Oktober 2025 am IHS in Wien
Weiterlesen zur Publikation Nachlese zum 3. Berufsbildungs-Jour-Fixe »Too expensive or too cheap? – Erträge und Kosten der Lehrlingsausbildung« am 14. Oktober 2025 am IHS in WienAus dem einleitenden Teil: "Rund 40 Expert:innen aus Forschung, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik nahmen am 3. Berufsbildungs-Jour-Fixe teil, der am 14. Oktober 2025 am Institut für Höhere Studien (IHS) in Wien stattfand. Unter dem Titel »Too expensive or too cheap?« widmete sich die gemeinsame Veranstaltungsreihe von ibw, IHS, L&R Sozialforschung, öibf und WIFO den Erträgen und Kosten der Lehrlingsausbildung und damit einem zentralen Thema der österreichischen Fachkräftesicherung. Die Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger (Evacon)1 skizziert im vorliegenden FokusInfo die wichtigsten Diskussionspunkte dieses 3. Berufsbildungs-Jour-Fixe. (…)“
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Die aktuelle Studie der KMU Forschung Austria »Menschen in FTI – Qualifizierungsbedarf in der Kreislaufwirtschaft und kreislauforientierten Produktion in Österreich« im Fokus (FokusInfo 295)
Weiterlesen zur Publikation Die aktuelle Studie der KMU Forschung Austria »Menschen in FTI – Qualifizierungsbedarf in der Kreislaufwirtschaft und kreislauforientierten Produktion in Österreich« im Fokus (FokusInfo 295)Aus dem einleitenden Teil: "Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft erfordert neue Kompetenzen quer durch alle Branchen, Berufe und Bildungsstufen. Eine von der KMU Forschung Austria gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) im Auftrag der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) durchgeführte Studie zeigt, wo Österreichs Betriebe, Vereine und Gemeinden bereits stark sind und wo Qualifikationslücken bestehen. Kurzfristig besonders gefragt sind Skills in Wiederaufbereitung (d. h. Rückgewinnung, Recycling, Reparatur, Wiederverwendung), Digitalisierung und Recht. Die Weiterbildung von Beschäftigten gilt als zentraler Hebel der zirkulären Transformation. Die Arbeitsmarkt- und Bildungsforscherin Andrea Egger von EVACON research spricht in diesem FokusInfo mit der Studienautorin Christina Enichlmair über die zentralen Ergebnisse dieser Studie (…)“
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Berufliche Rehabilitation im Burgenland: "Wirksam, stabilisierend und nachhaltig!". Zentrale Erkenntnisse einer aktuellen Studie im Auftrag des AMS Burgenland im Fokus
Weiterlesen zur Publikation Berufliche Rehabilitation im Burgenland: "Wirksam, stabilisierend und nachhaltig!". Zentrale Erkenntnisse einer aktuellen Studie im Auftrag des AMS Burgenland im FokusAus dem einleitenden Teil: "Zu diesem schon im Titel angerissenen Ergebnis kommt die im Jahr 2025 erstellte Evaluierung der Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation im Burgenland. Eine der spezifischen Empfehlungen aus der Evaluierung, nämlich eine Möglichkeit zur Nachbetreuung für die Rehabilitand:innen zu schaffen, wird bereits 2026 umgesetzt. In einer Pressekonferenz im Jänner 2026 präsentierte die Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland Helene Sengstbratl die neue dafür eingerichtete BBE. Die an dieser Evaluierung beteiligte Arbeitsmarkt- und Bildungsforscherin Andrea Egger (EVACON) skizziert im vorliegenden FokusInfo die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Evaluierung. (...)"
News
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Erscheinungsjahr:2026Autor_in:Kreativwirtschaft Austria (Red.)Gruppe:Sonstiges
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Forum Arbeitsmarkt 2026: Arbeitsmarktpolitik gemeinsam für morgen gestalten (Linz, 24./25.6.2026)
25.03.2026
Das Forum Arbeitsmarkt 2026 der Business Upper Austria OÖ Wirtschaftsagentur GmbH findet am 24. und 25. Juni 2026 an der TECHBASE Linz statt.
Datum:24.06.2026 - 25.06.2026Ort:Linz -
Erscheinungsjahr:2026Autor_in:AMS/ABI (Statistik-Team)Gruppe:AMS Forschungsberichte
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Das Research-Team der KMU Forschung Austria hat im Auftrag der WKO Studie zur Bedeutung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) für die Nahversorgung in Österreich durchgeführt.
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Aus dem einleitenden Teil: "Wir evaluieren ein 2020 in Österreich eingeführtes Jobgarantieprogramm (Modellprojekts Arbeitsplatzgarantie Marienthal (MAGMA)). Unsere Evaluierung basiert auf drei Ansätzen: einer paarweisen Zufallszuordnung, einem vorregistrierten synthetischen Kontrollvergleich auf Gemeindeebene und einem Vergleich mit Personen in Kontrollgemeinden. Dies ermöglicht uns, direkte Effekte, Erwartungseffekte und Spillover-Effekte zu identifizieren.
Wir stellen fest, dass die Programmteilnahme positive Auswirkungen auf das wirtschaftliche und nicht-wirtschaftliche Wohlergehen der Teilnehmer_innen hat, jedoch nicht auf die körperliche Gesundheit oder ökonomische Präferenzen. Auf Gemeindeebene finden wir eine deutliche Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit und keine negativen Spillover-Effekte auf die Beschäftigung. Es gibt positive Erwartungseffekte in Bezug auf das subjektive Wohlbefinden, den sozialen Status und die soziale Integration bereits vor Programmteilnahme.
Im Verlauf der dreieinhalbjährigen Laufzeit von MAGMA verbrachten anspruchsberechtigte Personen im Durchschnitt 555 Tage mehr in Beschäftigung. Dieser Zuwachs ist nicht ausschließlich auf die direkte Bereitstellung im Rahmen geförderter Arbeitsplätze zurückzuführen, sondern auch auf einen Anstieg der ungeförderten Beschäftigung um 17 Prozent sowie eine Verdoppelung der Tage in selbständiger Erwerbstätigkeit.
Das Programm führte kurzfristig zu einem Anstieg der direkten Kosten für das AMS. Diese erhöhten Ausgaben wurden jedoch im weiteren Verlauf zunehmend durch verstärkte Übergänge in ungeförderte Beschäftigung kompensiert, wodurch die Kosten nach den ersten 18 Monaten wieder zurückgingen. Der temporäre Anstieg der monatlichen Ausgaben pro Person wurde durch die gestiegenen Einkommen der Teilnehmer_innen weitgehend ausgeglichen. Das Programm kann finanziell als Erfolg gewertet werden, wenn der gesellschaftlich zugemessene Wert der (erheblichen) Verbesserung der Lebenssituation der Teilnehmenden die (geringen) Nettokosten von 102 Euro pro Person und Monat übersteigt.
Mögliche unbeabsichtigte Effekte einer Jobgarantie umfassen Anreizwirkungen, etwa eine verringerte Jobsuche, sowie Gleichgewichtseffekte, wie die Verdrängung anderer Arbeitsplätze. Wir analysieren diese Mechanismen, finden jedoch keine empirischen Belege für ihr Auftreten. (...)"
Erscheinungsjahr:2026Autor_in:Kasy, Maximilian, Lehner, LukasGruppe:AMS Forschungsberichte