Webtipp: Aktuelle Studie von L&R Sozialforschung zu den Bedingungen für Vereinbarkeit in MINT-Betrieben in Österreich
"(...) Die Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ist in Österreich nach wie vor von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten geprägt, wobei Frauen mehr an Betreuungs- und Sorgearbeiten übernehmen als Männer. Der daraus resultierende Gender Care Gap stellt den Ausgangspunkt des EU-kofinanzierten Projektes „Männer.MINT.Care“ (Equal Care @ Work) dar. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf Arbeitsbedingungen und die Verantwortung von Unternehmen in Branchen, die sich durch eine starke Geschlechtersegregation auszeichnen: Zusammengefasst unter dem Akronym MINT stehen Betriebe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Zentrum. Die bestehende Vollzeitnorm, hohe Arbeitsbelastungen und „männlich dominierte“ Betriebskulturen können hier als hinderliche Aspekte bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit identifiziert werden. Das Ziel des Projektes ist es, vereinbarkeitsförderliche und -hinderliche betriebliche Rahmenbedingungen, Formen der Arbeitsorganisation, Betriebskulturen und Arbeitspraxen bzw. Umgangsformen zu identifizieren. Daraus werden Maßnahmen zur Verringerung des Gender Care Gaps in österreichischen MINT-Betrieben abgeleitet und verbreitet. (...)"