Berufliche Rehabilitation im Ländervergleich (AMS info 795)
Berufliche Rehabilitation im Ländervergleich (AMS info 795)
Aus dem einleitenden Teil: "Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen haben ein erhöhtes Risiko, vom Erwerbsleben ausgegrenzt zu sein. Hinzu kommt ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit, der in der Arbeitslosenforschung bereits gut empirisch belegt ist: Gesundheitliche Einschränkungen erhöhen das Risiko, arbeitslos zu werden, während Arbeitslosigkeit selbst den Gesundheitszustand verschlechtern kann. Gesundheitliche Einschränkungen sind unter den beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkten arbeitslosen Personen und insbesondere bei langzeitbeschäftigungslosen Personen weit verbreitet: Im Jahr 2025 weisen 23 Prozent der arbeitslosen Personen in Österreich und 29 Prozent in Oberösterreich gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen auf. Bei den langzeitbeschäftigungslosen Personen liegen die Anteile deutlich höher (Österreich: 37 Prozent, Oberösterreich: 57 Prozent). Die Förderung der Beschäftigung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen stellt somit eine zentrale Herausforderung der österreichischen Arbeitsmarktpolitik dar. Dafür bestehen verschiedene Instrumente und Maßnahmen. Dazu zählt insbesondere die berufliche Rehabilitation, die in Österreich bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Nicht nur in Österreich zählt diese zu einem zentralen arbeitsmarktpolitischen Instrument, vielmehr ist diese in vielen europäischen Ländern ein wichtiger Bereich der Beschäftigungsförderung dieser Zielgruppe. Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass sich allerdings sehr unterschiedliche Systeme entwickelt haben. Berufliche Rehabilitation ist international unterschiedlich definiert und organisiert, Prozesse der Wiedereingliederung (»Return to Work«) sind zudem unterschiedlich ausgestaltet. Vor diesem Hintergrund wurde das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) vom AMS Oberösterreich beauftragt, das System der beruflichen Rehabilitation in Österreich anhand eines Ländervergleiches einer kritischen Analyse zu unterziehen. (…)“
Aus dem einleitenden Teil: "Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. Behinderungen haben ein erhöhtes Risiko, vom Erwerbsleben ausgegrenzt zu sein. Hinzu kommt ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit, der in der Arbeitslosenforschung bereits gut empirisch belegt ist: Gesundheitliche Einschränkungen erhöhen das Risiko, arbeitslos zu werden, während Arbeitslosigkeit selbst den Gesundheitszustand verschlechtern kann. Gesundheitliche Einschränkungen sind unter den beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkten arbeitslosen Personen und insbesondere bei langzeitbeschäftigungslosen Personen weit verbreitet: Im Jahr 2025 weisen 23 Prozent der arbeitslosen Personen in Österreich und 29 Prozent in Oberösterreich gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen auf. Bei den langzeitbeschäftigungslosen Personen liegen die Anteile deutlich höher (Österreich: 37 Prozent, Oberösterreich: 57 Prozent). Die Förderung der Beschäftigung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen stellt somit eine zentrale Herausforderung der österreichischen Arbeitsmarktpolitik dar. Dafür bestehen verschiedene Instrumente und Maßnahmen. Dazu zählt insbesondere die berufliche Rehabilitation, die in Österreich bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Nicht nur in Österreich zählt diese zu einem zentralen arbeitsmarktpolitischen Instrument, vielmehr ist diese in vielen europäischen Ländern ein wichtiger Bereich der Beschäftigungsförderung dieser Zielgruppe. Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass sich allerdings sehr unterschiedliche Systeme entwickelt haben. Berufliche Rehabilitation ist international unterschiedlich definiert und organisiert, Prozesse der Wiedereingliederung (»Return to Work«) sind zudem unterschiedlich ausgestaltet. Vor diesem Hintergrund wurde das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) vom AMS Oberösterreich beauftragt, das System der beruflichen Rehabilitation in Österreich anhand eines Ländervergleiches einer kritischen Analyse zu unterziehen. (…)“