Regionale Verteilung von Geflüchteten - Steuerungswirkung, Arbeitsmarktintegration und Schlussfolgerungen für Österreich (AMS info 814)
Regionale Verteilung von Geflüchteten - Steuerungswirkung, Arbeitsmarktintegration und Schlussfolgerungen für Österreich (AMS info 814)
Aus dem einleitenden Teil: "Die regionale Verteilung geflüchteter Menschen ist nicht nur eine integrationspolitische, sondern auch eine arbeitsmarktpolitische Frage. In Österreich zeigt sich seit Jahren eine starke Binnenmigration anerkannter Schutzberechtigter nach Wien. Dahinter stehen Erwartungen an bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, ein größeres Angebot an Unterstützungsleistungen sowie an bestehende soziale Netzwerke. Die verfügbaren Daten zeigen jedoch, dass ein Umzug in die Bundeshauptstadt nicht automatisch mit besseren Arbeitsmarktchancen verbunden ist. Teilweise weisen geflüchtete Personen, die in anderen Städten oder in ländlichen Regionen leben, mehr Beschäftigungstage und höhere Jahreseinkommen auf. Vor diesem Hintergrund wird immer wieder diskutiert, ob und wie die regionale Verteilung geflüchteter Menschen stärker gesteuert werden sollte. Deutschland verfügt seit 2016 über weitreichende Regelungen, mit denen der Wohnort anerkannter Schutzberechtigter zeitlich befristet eingeschränkt werden kann. Die inzwischen vorliegenden Evaluierungen erlauben eine differenzierte Einschätzung: Räumliche Mobilität lässt sich damit deutlich reduzieren, positive Wirkungen auf die Arbeitsmarktintegration sind jedoch, wenn überhaupt, eher kurzfristig nachweisbar. Der vorliegende Beitrag der Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger stellt zentrale Befunde zur regionalen Mobilität der Flüchtlingskohorte 2015/2016 in Österreich dar, fasst die Erfahrungen mit dem deutschen Modell zusammen und diskutiert daraus ableitbare Handlungsoptionen für Österreich. (…)“
Aus dem einleitenden Teil: "Die regionale Verteilung geflüchteter Menschen ist nicht nur eine integrationspolitische, sondern auch eine arbeitsmarktpolitische Frage. In Österreich zeigt sich seit Jahren eine starke Binnenmigration anerkannter Schutzberechtigter nach Wien. Dahinter stehen Erwartungen an bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, ein größeres Angebot an Unterstützungsleistungen sowie an bestehende soziale Netzwerke. Die verfügbaren Daten zeigen jedoch, dass ein Umzug in die Bundeshauptstadt nicht automatisch mit besseren Arbeitsmarktchancen verbunden ist. Teilweise weisen geflüchtete Personen, die in anderen Städten oder in ländlichen Regionen leben, mehr Beschäftigungstage und höhere Jahreseinkommen auf. Vor diesem Hintergrund wird immer wieder diskutiert, ob und wie die regionale Verteilung geflüchteter Menschen stärker gesteuert werden sollte. Deutschland verfügt seit 2016 über weitreichende Regelungen, mit denen der Wohnort anerkannter Schutzberechtigter zeitlich befristet eingeschränkt werden kann. Die inzwischen vorliegenden Evaluierungen erlauben eine differenzierte Einschätzung: Räumliche Mobilität lässt sich damit deutlich reduzieren, positive Wirkungen auf die Arbeitsmarktintegration sind jedoch, wenn überhaupt, eher kurzfristig nachweisbar. Der vorliegende Beitrag der Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger stellt zentrale Befunde zur regionalen Mobilität der Flüchtlingskohorte 2015/2016 in Österreich dar, fasst die Erfahrungen mit dem deutschen Modell zusammen und diskutiert daraus ableitbare Handlungsoptionen für Österreich. (…)“