Überblick
Österreich verfügt im internationalen Vergleich über ein föderalistisch geprägtes und vergleichsweise bürokratisches, stark reguliertes, hierarchisches und input-gesteuertes Modell der Schulverwaltung. In erfolgreichen PISA-Ländern (Finnland, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Großbritannien und andere) sind bereits vor Jahren umfassende Reformen eingeleitet worden, mit denen die traditionelle bürokratische Steuerung von Schulsystemen durch dezentrale Formen der Schulgovernance ersetzt wurden. Alle OECD-Länder, die im Rahmen von PISA besser als Österreich abgeschnitten haben, erreichen die guten Schülerleistungen mit wesentlich geringeren Bildungsausgaben. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach Optimierungs- und Innovationspotentialen im österreichischen Schulgovernancesystem.