Überblick
Gerade bei Erwerbslosen wird die erfolgreiche Nutzung sozialer Kontakte im Bezug auf ihre Arbeitsmarktposition häufig nicht für möglich gehalten. Anhand der Daten des Niedrigeinkommens-Panels lässt sich jedoch feststellen, dass sich die These der Stärke schwacher Beziehungen (Granovetter 1973) modifizieren und auf Erwerbslose übertragen lässt: etwa ein Drittel der Befragten findet einen Job mithilfe sozialer Kontakte. Der Ausstieg aus der Erwerbslosigkeit findet umso eher statt, je mehr soziale Kontakte ein Erwerbsloser besitzt und/oder je breiter diese Kontakte gestreut sind.