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Zur Erwerbstätigkeit von Frauen in den Jahren des österreichischen Wirtschaftsaufschwungs

Aus der einleitung: "Weibliche Lebenswelten in den Jahren des österreichischen Wirtschaftsaufschwunges müssen als durchaus ambivalent beschrieben werden. Eingebettet zwischen einem konservativen "Roll-Back", mit dem Ziel die psychischen und psychosozialen Probleme der Nachkriegszeit im Rahmen einer Stabilität schaffenden Kleinfamilie zu überwinden und der Notwendigkeit weiblicher Erwerbstätigkeit in einer konsumorientierten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, entstanden Lebenslagen die nicht eindeutig dem einen oder anderen Muster zuzuordnen sind. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Frage, wie weibliche Erwerbstätigkeit im gesellschaftlichen Kontext der "Wirtschaftswunderjahre" einzuordnen ist. Daraus ergibt sich auch die Frage nach der Positionierung "der Frau" und ihrer Rollenzuschreibung im Zweigeschlechtermodell in dieser frühen Phase der Zweiten Republik. In einer Zeit, als durch Mythen wie "Kaprun", den bekannten Heimatfilmen aber auch durch das Hervorheben der österreichischen Wirtschaftsleistungen ein Österreich-Bewusstsein geschaffen werden sollte, wurde die Frau vornehmlich als Hausfrau gesehen und auch dementsprechend dargestellt. Die außerhäusliche Arbeit der Frauen wurde in dieser Darstellung marginalisiert, die Mehrfachbelastung zwar wahrgenommen, ein lösungsorientierter Diskurs darüber blieb dennoch aus. (...)

Informationen

Titel:
Zur Erwerbstätigkeit von Frauen in den Jahren des österreichischen Wirtschaftsaufschwungs
Untertitel:
Lebenslagen zwischen traditionellem Familienbild und moderner Konsumgesellschaft
Autor_in:
Renn, Mario
Gruppe/n:
Sonstiges
Ort:
Graz
Erscheinungsjahr:
2009
Anmerkungen:
Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades eines Magisters der Philosophie an der Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Geschichte

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Erfassungsdatum: 08.02.2010