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Frauenförderung und Gleichstellungseffekte im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen des AMS

Aus dem einleitenden Teil: "Das Arbeitsmarktservice (AMS) strebt danach, arbeitslosen Personen die Aussicht auf eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration zu sichern. Dies erfordert oftmals eine intensive Betreuung in Form von Qualifizierungsmaßnahmen. Zudem hat sich das AMS das Ziel gesetzt, mithilfe der Maßnahmeneinbindung die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zu fördern. In Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern geht es bei der Zielarchitektur des AMS im Grunde um Frauenförderung. Warum? Würden Männer infolge der Maßnahmenteilnahme hinter die Positionierung von Frauen zurückfallen, so hätte das AMS einen Gleichstellungseffekt bewirkt, gleichzeitig das Ziel einer aussichtsreichen Arbeitsmarktintegration bei Männern verfehlt. Es geht daher um die Unterstützung von Frauen bei ihrenAnstrengungen, im Arbeitsmarktgeschehen zu den Männern aufzuschließen. Gegen diesen Hintergrund sollte eine Wirkungsanalyse beurteilen, wie erfolgreich das AMS im Hinblick auf seine Zielerreichung ist, und zwar:
? sowohl in einer kurzfristigen (ein Jahr nach der Maßnahme)
? als auch in einer langfristigen Perspektive (fünf Jahre nach der Maßnahme).
Zu diesem Zweck wurde die Veränderung der Arbeitsmarktintegration (Myndex-Wert) von 8.080 Frauen und 10.7002 Männern, die im Jahr 2003 an einerAMS-Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen haben, erfasst und der Veränderung der Arbeitsmarktintegration ihrer Referenzpersonen gegenübergestellt. (...)"

Informationen

Titel:
Frauenförderung und Gleichstellungseffekte im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen des AMS
Autor_in:
Lehner, Ursula
Herausgeber_in:
Arbeitsmarktservice Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation/ABI
Nummer:
147
Gruppe/n:
AMS infos
Ort:
Wien
Verlag:
Communicatio
Erscheinungsjahr:
2010
Zeitschrift:
AMS info

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Erfassungsdatum: 17.02.2010

Weiterführende Publikationen zu diesem Thema

  • In den letzen zehn Jahren ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen deutlich gestiegen. Heute sind rund acht von zehn Frauen im Laufe eines Jahres zumindest kurzfristig erwerbsaktiv. Dieses hohe Erwerbsinteresse findet jedoch keinen entsprechenden Niederschlag, was die beruflichen Erfolgsaussichten von Frauen betrifft - und zwar unabhängig davon, in welchem Ausmaß sie Beruf und Familie zu vereinbaren haben. Mit der steigenden Erwerbsbeteiligung ist auch das Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, für Frauen gestiegen. Als Folge davon sind Frauen stärker in den Mittelpunkt arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gerückt. Den Qualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Sie unterstützen die Anstrengungen sowohl von Frauen als auch von Männern, erneut Fuß im Beschäftigungssystem zu fassen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen im Sinne der Zielvorgaben des Arbeitsmarktservice die Chancengleichheit von Frauen fördern. In vorangegangenen Studien ist festgestellt worden, dass das Arbeitsmarktservice in einer kurzfristigen Perspektive (im Jahr nach der Maßnahmenteilnahme) erfolgreich zur Verbesserung der Positionierung von Frauen am Arbeitsmarkt beiträgt. Das Arbeitsmarktservice ist daran interessiert, diesen von der Maßnahmenteilnahme ausgehenden Impuls langfristig zu sichern. Wie gut dies gelingt, wird im vorliegenden Bericht beantwortet.
    Autor_in:
    Lehner, Ursula, Städtner, Karin, Wagner-Pinter, Michael