Evaluierung der Eingliederungsbeihilfe des Arbeitsmarktservice Österreich: Einsatz, Wirkung und Gestaltungsoptionen
Evaluierung der Eingliederungsbeihilfe des Arbeitsmarktservice Österreich: Einsatz, Wirkung und Gestaltungsoptionen
Aus dem einleitenden Teil: "Die Vermeidung von Langzeitbeschäftigungslosigkeit zählt zu den zentralen Herausforderungen der österreichischen Arbeitsmarktpolitik. Mit zunehmender Arbeitslosigkeitsdauer steigen die Risiken dauerhafter Arbeitsmarktausgrenzung sowie individuelle, soziale und fiskalische Folgekosten. Besonders betroffen sind ältere Arbeitslose, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Personen mit geringer formaler Qualifikation. Vor diesem Hintergrund zählt die Eingliederungsbeihilfe (EB) zu den wichtigsten Beschäftigungsförderungen des AMS. Seit 2009 bewegten sich die jährlichen Förderzugänge meist zwischen 30.000 und 40.000 Fällen; 2024 wurden 30.882 Förderzugänge verzeichnet. Rund die Hälfte der Mittel für Beschäftigungsförderungen des AMS sowie etwa 13% der gesamten Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik entfallen auf die Eingliederungsbeihilfe. Ziel der Förderung ist die Integration langzeitbeschäftigungsloser und von Langzeitbeschäftigungslosigkeit bedrohter Personen in Beschäftigung. Betriebe erhalten einen zeitlich befristeten Zuschuss zu den Lohn- und Lohnnebenkosten, um Einstellungshemmnisse zu reduzieren und Beschäftigungsaufnahmen zu erleichtern. Zugleich besteht allerdings die Gefahr erheblicher Mitnahmeeffekte (d. h. Förderung von Beschäftigungsaufnahmen, die auch ohne Förderung zustande gekommen wären). Internationale Studien zeigen zudem, dass die Wirksamkeit stark von Zielgruppenorientierung und konkreter Ausgestaltung abhängt. Die vorliegende Studie verbindet eine deskriptive Analyse des Fördergeschehens mit mikroökonometrischen Wirkungsanalysen. Untersucht werden insbesondere Beschäftigungs- und Einkommenseffekte, Unterschiede zwischen Personengruppen, die Bedeutung von Förderhöhe und Förderdauer, sowie Mitnahmeeffekte. Zusätzlich werden im Endbericht auch Effekte auf Betriebe analysiert. (...)"
Aus dem einleitenden Teil: "Die Vermeidung von Langzeitbeschäftigungslosigkeit zählt zu den zentralen Herausforderungen der österreichischen Arbeitsmarktpolitik. Mit zunehmender Arbeitslosigkeitsdauer steigen die Risiken dauerhafter Arbeitsmarktausgrenzung sowie individuelle, soziale und fiskalische Folgekosten. Besonders betroffen sind ältere Arbeitslose, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Personen mit geringer formaler Qualifikation. Vor diesem Hintergrund zählt die Eingliederungsbeihilfe (EB) zu den wichtigsten Beschäftigungsförderungen des AMS. Seit 2009 bewegten sich die jährlichen Förderzugänge meist zwischen 30.000 und 40.000 Fällen; 2024 wurden 30.882 Förderzugänge verzeichnet. Rund die Hälfte der Mittel für Beschäftigungsförderungen des AMS sowie etwa 13% der gesamten Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik entfallen auf die Eingliederungsbeihilfe. Ziel der Förderung ist die Integration langzeitbeschäftigungsloser und von Langzeitbeschäftigungslosigkeit bedrohter Personen in Beschäftigung. Betriebe erhalten einen zeitlich befristeten Zuschuss zu den Lohn- und Lohnnebenkosten, um Einstellungshemmnisse zu reduzieren und Beschäftigungsaufnahmen zu erleichtern. Zugleich besteht allerdings die Gefahr erheblicher Mitnahmeeffekte (d. h. Förderung von Beschäftigungsaufnahmen, die auch ohne Förderung zustande gekommen wären). Internationale Studien zeigen zudem, dass die Wirksamkeit stark von Zielgruppenorientierung und konkreter Ausgestaltung abhängt. Die vorliegende Studie verbindet eine deskriptive Analyse des Fördergeschehens mit mikroökonometrischen Wirkungsanalysen. Untersucht werden insbesondere Beschäftigungs- und Einkommenseffekte, Unterschiede zwischen Personengruppen, die Bedeutung von Förderhöhe und Förderdauer, sowie Mitnahmeeffekte. Zusätzlich werden im Endbericht auch Effekte auf Betriebe analysiert. (...)"