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Informatisierung, Arbeitsvermögen und Subjekt
Aus dem 1. Kapitel: "(...) Die nachfolgende Argumentation hat daher zwei zentrale Zielsetzungen: zum einen die konzeptionelle Erweiterung des bisherigen, zu einseitig subsumtionstheoretischen Deutungen verführenden Konzepts der Informatisierung von Arbeit um Ansätze, die Erfahrungswissen, dessen Transformierbarkeit und dessen immanente Widerständigkeit thematisieren - bis hin zum gesellschaftlichen Umgang mit nicht-objektivierbaren beziehungsweise nicht-formalisierungs-kompatiblen Wissens- und Handlungsformen. Zum zweiten wird ein Analysekonzept skizziert, das es erlaubt, das jeweils qualitativ Neue im Kontinuum der Informatisierung zu identifizieren. Es werden Kategorien aufgezeigt, die dies zu leisten vermögen. Anhand dieser Kategorien wird ein Brückenschlag zu einer subjekt- und emanzipationsorientierten arbeitssoziologischen Forschung versucht. In diesem Sinne werden die Auswirkungen von Informatisierung sowohl auf der Ebene der (gesellschaftlichen) Organisation von Arbeit als auch auf der des arbeitenden Subjekts verortet. Daher werden die Arbeitsorganisation und das dialektische Paar von Arbeitskraft und Arbeitsvermögen als Analyseebenen der Informatisierung von Arbeit eingeführt. (...)"