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Berufliche Integration von Migranten und Migrantinnen fördern
Seit mehr als 50 Jahren zählen Migrantinnen und
Migranten in Deutschland zum festen Bestandteil
der Arbeitswelt. Gewerkschafter haben die Neuankömmlinge
von Anfang an als Kollegen betrachtet,
denen gleicher Lohn für gleiche Arbeit zusteht.
Damals gab es noch eine große Zahl Arbeitsplätze
für gering Qualifizierte. Inzwischen sind immer
weniger solcher Stellen vorhanden. Wer nicht die
notwendige Ausbildung für einen Beruf vorweisen
kann, wird es künftig schwer haben, Arbeit zu finden.
In dieser Situation kommt es darauf an, Menschen
mit Migrationshintergrund stärker als bisher
einzubeziehen in die berufliche Aus- und Weiterbildung,
sei es im Betrieb oder bei den Angeboten
Dritter. So muss es möglich sein, dass auch Erwachsene
eine zweite Chance erhalten, um einen
qualifizierten Berufsabschluss erlangen zu können. Deshalb liegt die besondere
Aufgabe des Beratungsnetzwerks Industriebetriebe
in der Schaffung neuer Bildungsangebote
und im Werben für den Wert von Qualifizierung bei
allen Beteiligten: Betrieben, Personalverantwortlichen,
Betriebs- und Personalräten sowie Migrantenorganisationen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund jedenfalls stützt
mit seinem DGB Bildungswerk das ehrgeizige Ziel,
erwachsenen Menschen mit Migrationshintergrund
eine berufliche Integration zu ermöglichen. Die hier
dokumentierte Tagung der "Netzwerkkonferenz Industriebetriebe"
hat bereits Möglichkeiten aufgezeigt,
wie dieses Ziel zu erreichen ist.