Zurück zur vorherigen Seite
Partizipation und Prävention
Aus der Einleitung: "Im betrieblichen Geschehen bezeichnet Partizipation die Möglichkeit für die Beschäftigten, ausgehend von ihren Interessen auf ihre Arbeits- und Lebensbedingungen - soweit diese mit den betrieblichen Prozessen verbunden sind - Einfluss zu nehmen. Diese Möglichkeit der Partizipation ist in der Regel beschränkt und nicht mit einer unbegrenzten Selbstbestimmung gleichzusetzen. Ist Partizipation somit von der Selbstbestimmung abgegrenzt, ist sie andererseits mit Herrschaft oder Hierarchie verbunden. Innerhalb des betrieblichen Geschehens werden die Ebenen der Herrschaft oder Hierarchie im Hinblick auf die subjektive Seite der betrieblichen Akteure in der Regel durch den Begriff der Führung erfasst: Unternehmensführung, Bereichsführung, Führung durch den direkten Vorgesetzten. Partizipation und Führung bilden innerhalb der Betriebe einen engen Zusammenhang, sind aufeinander verwiesen. Heutzutage kann die Steuerung der Unternehmen oder von Unternehmensabteilungen ohne einen gewissen Grad und eine gewisse Art der Partizipation überhaupt nicht mehr gelingen. Der Gestaltungsraum für die Beteiligung der Beschäftigten und die Entwicklung ihrer Partizipationskompetenz wird durch Führung eröffnet. Partizipation wirkt verändernd auf Führung zurück, erfordert ein neues Führungsverhalten und anders gestaltete Führungsstrategien. (...)"