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Passagen und Passantinnen - biographisches Lernen zwischen institutionellen Vorgaben, sozialen Milieus, kulturellen Zuweisungen und eigenen Wünschen

Aus dem einleitenden Teil: "Statuspassagen sind Orte, an denen sich "wie kaum sonst wo die Reise darstellen kann", wo sich die Bedingungen des Handelns mit den Motivationen und Ressourcen der Handelnden treffen. Jede Statuspassage hat ihre eigenen Rahmungen, Muster, Regeln, Anforderungen, Ressourcen, aber nicht jede Passage ist gleichermaßen wichtig für die Weiterreise. Von besonderer Bedeutung für die Weiterreise sind in modernen, arbeitsteilig und zweigeschlechtlich strukturierten Gesellschaften mit begrenzten und deshalb umkämpften Ressourcen die Statuspassagen Berufsfindung, Berufsausbildung und -einmündung sowie die Familiengründung.. Sie sind herausgehobene Orte und Zeiten der (Re-)Formulierung und Modifizierung der in einer Arbeitsgesellschaft geltenden institutionellen Muster, der Strukturen sozialer Ungleichheit sowie der jeweiligen Geschlechterverhältnisse und -ordnungen. Statuspassagen sind institutionell gerahmte "sensible Phasen" (BLOSSFELD 1988, 45), die die Akteurinnen und Akteure hinsichtlich der Wahl und Gestaltung ihrer Handlungen in besonderer Weise fordern und -biographische Lernprozesse anstoßen. (...)"

Informationen

Titel:
Passagen und Passantinnen - biographisches Lernen zwischen institutionellen Vorgaben, sozialen Milieus, kulturellen Zuweisungen und eigenen Wünschen
Autor_in:
Lemmermöhle, Doris
Gruppe/n:
Sonstiges
Erscheinungsjahr:
2009
Anmerkungen:
Referat an der Fachtagung Profil+ Wie weiter nach der Lehre? Laufbahn und Lebensplanung beim Berufseinstieg 4. Juni 2009, in Zürich

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Erfassungsdatum: 10.12.2010