Das aktuelle Fachkräfteradar 2026 des ibw im Fokus: Fachkräftemangel trotz Konjunkturflaute und warum das Problem in Österreich zusehends struktureller wird (FokusInfo 310)
Das aktuelle Fachkräfteradar 2026 des ibw im Fokus: Fachkräftemangel trotz Konjunkturflaute und warum das Problem in Österreich zusehends struktureller wird (FokusInfo 310)
Aus dem einleitenden Teil: "Der Fachkräftemangel in Österreich hat sich verringert – verschwunden ist er allerdings bei Weitem nicht. Das Fachkräfteradar 2026 des Institutes für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) schätzt für April rund 155.000 offene Stellen für Fachkräfte in den Mitgliedsbetrieben der WKO. Das sind mehr als 100.000 weniger als am Höhepunkt 2022 mit rund 272.000 offenen Stellen. Bemerkenswert ist die Langfristperspektive: Seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 ist der hochgerechnete Fachkräftebedarf nie unter 150.000 Stellen gefallen. Und das, obwohl die Konjunktur schwach ist und die Arbeitslosigkeit wieder steigt. Wenn offene Stellen und Arbeitslosigkeit gleichzeitig auf vergleichsweise hohem Niveau liegen, lässt sich das Problem nicht allein mit »zu wenigen Arbeitskräften« erklären. Es geht zunehmend um die Passung von Qualifikationen, Berufen und Regionen. Auch die Autor:innen des Fachkräfteradars, Helmut Dornmayr und Marlis Riepl, sehen darin einen zentralen Befund: Der konjunkturelle Druck hat gegenüber 2022 etwas nachgelassen, anhaltende strukturelle Engpässe bleiben (und dies wiederum bei einer vergleichsweise unsicherer gewordenen konjunkturellen Zukunft). Die Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger hat sich Anfang September 2026 mit den beiden Studienautor:innen für dieses FokusInfo darüber unterhalten. (...)"
Aus dem einleitenden Teil: "Der Fachkräftemangel in Österreich hat sich verringert – verschwunden ist er allerdings bei Weitem nicht. Das Fachkräfteradar 2026 des Institutes für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) schätzt für April rund 155.000 offene Stellen für Fachkräfte in den Mitgliedsbetrieben der WKO. Das sind mehr als 100.000 weniger als am Höhepunkt 2022 mit rund 272.000 offenen Stellen. Bemerkenswert ist die Langfristperspektive: Seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 ist der hochgerechnete Fachkräftebedarf nie unter 150.000 Stellen gefallen. Und das, obwohl die Konjunktur schwach ist und die Arbeitslosigkeit wieder steigt. Wenn offene Stellen und Arbeitslosigkeit gleichzeitig auf vergleichsweise hohem Niveau liegen, lässt sich das Problem nicht allein mit »zu wenigen Arbeitskräften« erklären. Es geht zunehmend um die Passung von Qualifikationen, Berufen und Regionen. Auch die Autor:innen des Fachkräfteradars, Helmut Dornmayr und Marlis Riepl, sehen darin einen zentralen Befund: Der konjunkturelle Druck hat gegenüber 2022 etwas nachgelassen, anhaltende strukturelle Engpässe bleiben (und dies wiederum bei einer vergleichsweise unsicherer gewordenen konjunkturellen Zukunft). Die Arbeitsmarktforscherin Andrea Egger hat sich Anfang September 2026 mit den beiden Studienautor:innen für dieses FokusInfo darüber unterhalten. (...)"