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Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle?

Aus dem einleitenden Teil: "Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Gleichzeitig sollen vermittelte Arbeitslose eine dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft, sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Beschäftigung finden. Diese Ziele stehen jedoch dann in einem Widerspruch, wenn eine raschere Vermittlung auf einen Arbeitsplatz möglich ist, der nur geringe Stabilität oder Entlohnung bietet beziehungsweise das Qualifikationspotential der vermittelten Arbeitskraft nicht gut nutzt. Es stellt sich also die Frage, ob eine Arbeitsaufnahme an einem Arbeitsplatz auch dann für die weitere Erwerbskarriere von Vorteil ist, wenn dieser bestimmte Qualitätskriterien (Stabilität, gute Entlohnung etc.) nicht erfüllt. (...)
Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, ob diese Entwicklung [Anstieg der Beschäftigung im Niedriglohnbereich] die Integration von Arbeitskräften - insbesondere jener, die im Fokus der Arbeitsmarktpolitik stehen - begünstigt oder behindert. Die vorliegende Studie geht dieser Frage in Hinblick auf die Rolle der Niedriglohnbeschäftigung für den weiteren Erwerbsverlauf nach. Untersucht wird einerseits, ob und für wen die Aufnahme einer niedrig entlohnten Beschäftigung ein Sprungbrett für eine stabile Beschäftigung mit höherem Entlohnungsniveau darstellt. (...)"

Informationen

Titel:
Niedriglohnbeschäftigung - Brücke in dauerhafte Beschäftigung oder Niedriglohnfalle?
Autor_in:
Lutz, Hedwig; Mahringer, Helmut; Böhs, Georg; Agwi, Martina; Gabriel, Doris; Haas, Silvia; Schneeweiß, Sandra; Schöberl, Marianne
Herausgeber_in:
Arbeitsmarktservice Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation
Gruppe/n:
AMS Forschungsberichte
Auftraggeber_in:
Arbeitsmarktservice Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation
Auftragnehmer_in:
Wirtschaftsforschungsinstitut Österreich - WIFO
Ort:
Wien
Verlag:
AMS Österreich
Erscheinungsjahr:
2010

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Erfassungsdatum: 17.02.2010

Weiterführende Publikationen zu diesem Thema

  • Aus dem einleitenden Teil: Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht, arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Gleichzeitig sollen vermittelte Arbeitslose eine dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Beschäftigung finden. Diese Ziele stehen jedoch dann in einem Widerspruch, wenn eine raschere Vermittlung auf einen Arbeitsplatz möglich ist, der nur geringe Stabilität oder Entlohnung bietet bzw. das Qualifikationspotenzial der vermittelten Arbeitskraft nicht gut nutzt. Es stellt sich also die Frage, ob eine Arbeitsaufnahme an einem Arbeitsplatz auch dann für die weitere Erwerbskarriere von Vorteil ist, wenn dieser bestimmte Qualitätskriterien (Stabilität, gute Entlohnung etc.) nicht erfüllt. Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, welche Faktoren die Integration von Arbeitskräften - insb. jener, die im Fokus der Arbeitsmarktpolitik stehen - begünstigen oder behindern. Die vorliegende Studie, die im Auftrag des AMS Österreich, Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation, vom WIFO durchgeführt wurde, geht dieser Frage im europäischen Kontext nach, wobei u.a. auch ein Fokus auf den Aspekt der Niedriglohnbeschäftigung gelegt wurde. Das vorliegende AMS info resümiert zentrale Ergebnisse zu wichtigen arbeitsmarktpolitischen Kenndaten / Indikatoren, die im Rahmen dieser Studie, näher analysiert wurden. (...)"
    Autor_in:
    Lutz, Hedwig, Mahringer, Helmut
  • Aus dem einleitenden Teil: "Öffentliche Arbeitsvermittlung versucht, arbeitslose Arbeitsuchende möglichst rasch in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dieses Bemühen kann im Widerspruch zu qualitativen Zielsetzungen der Vermittlung stehen: der Vermittlung auf dauerhafte, möglichst gut entlohnte und den Qualifikationen der jeweiligen Arbeitskraft sowie den Erfordernissen des Unternehmens entsprechende Arbeitsplätze. In den vergangenen Jahren wurde in vielen Ländern Europas ein Anstieg der Beschäftigung im Niedriglohnbereich beobachtet. Diese Entwicklung fiel mit politischen Bemühungen zur Flexibilisierung von Arbeitsmärkten, dem Anwachsen atypischer Beschäftigungsformen und einem geringer werdenden Deckungsgrad tarifvertraglicher Vereinbarungen der Sozialpartner zusammen. Aus Sicht der Arbeitsmarktpolitik stellt sich damit die Frage, ob diese Entwicklung die Integration von Arbeitskräften ins Beschäftigungssystem begünstigt oder behindert. Die vorliegende Studie geht dieser Frage im Hinblick auf die Rolle der Niedriglohnbeschäftigung für den weiteren Erwerbsverlauf nach. (...)"
    Autor_in:
    Lutz, Hedwig, Mahringer, Helmut